eBook-Reader & Apps – Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme und Anbieter

Digitale Bücher sind auch im konservativeren Deutschland immer mehr im Kommen. Für Einsteiger, die noch nie Kontakt zu elektronischen Bücher hatten ist die erste Hürde,
die Wahl des richtigen eBook-Readers, denn die unterschiedlichen Systeme haben ihre Vor-und Nachteile.

eBook-Reader

1. Die Bildschirmtechnologie

Derzeitig gibt es zwei unterschiedliche Bildschirmtechnologien, die in eBook-Readern eingesetzt werden: eInk und LCD. Die eInk Technologie simuliert das klassische gedruckte Schriftbild in schwarz-weiß und ist sehr stromsparend. Auf eInk basierende Systeme halten mit einer Akkuladung mehre Wochen durch, es gibt sie mit beleuchtetem Display und ohne beleuchtetes Display, mit und ohne Touchfunktion. LCD eBook Reader verbrauchen deutlich mehr Strom, halten maximal 8 Stunden mit einer Ladung durch eigenen sich jedoch deutlich besser für die Darstellung farbiger Inhalte, besonders von Lehrbüchern. Statt eines LCD eBook Readers kann jedoch auch einen Tablet PC mit passender App verwendet werden. Auch LCD eBook Reader gibt es mit und ohne Touchscreen. Generell sind Touchscreen gesteuerte Systeme intuitiver und einfacher zu bedienen, da oft die von Smartphones gewohnten Gestensteuerungen übernommen wurden.

2. Offenes oder geschlossenes System

Geschlossene Systeme wie man es von Apple kennt gibt es auch bei eBook Readern. Der Amazon Kindle ist das Apple Analogon des eBook Marktes. Wer sich für einen Kindle eBook Reader entscheidet, entscheidet sich gleichzeitig auch für amazon als Anbieter und gegen das in Europa verwendete häufiger verwendete epub Format. Hier sollte man das Kleingedruckte des Anbieters genau lesen. Amazon vergibt nur die Leserechte, kann somit die gekauften eBooks löschen oder sperren, was bereits mehrere Male passiert ist. Geschlossene Systeme sind für Anfänger einfacher und sicherer zu bedienen, ein Wechsel zu offenen Systemen kann jedoch schwierig werden, will man seine Bibliothek behalten.

Will man die eBook Dienste der Stadtbücherei nutzen und bei unterschiedlichen Anbietern kaufen sieht es mit dem Kindle schlecht aus. Stadtbibliotheken und Unibibliotheken unterstützen meist nur die offenen Systeme. Wer diesen Service der Büchereien nutzen will, sollte sich auf deren Webseiten erkundigen, welche Reader unterstützt werden. Mit den gängigen Readern von Sony, Kobo oder TrekStor ist man meist auf der sicheren Seite. Hier sollte man auf Aktionen achten und Preise vergleichen, denn die Reader sind nicht Preisgebunden und die Preise schwankten teilweise sehr stark.

Apps

Leseapps für eBooks gibt es für jedes Handy und für jeden Tablet PC. Die bekanntesten dürften wohl die kostenlose kindle App von amazon sein, die auch bei Windows 8 bereits vorinstalliert ist. Für Andoid Smartphones gibt es den CoolReader, Aldiko Book Reader oder FBReader. Smartphones sind heutzutage schon fast kleine LCD eBook Reader und eigenen sich sehr gut, um erste Erfahrungen mit dem Lesen eines eBooks zu sammeln, ohne gleich in einen Reader zu investieren. Für den PC empfiehlt sich Calibre, ein kostenloses Programm, das neben der Lese-auch gleichzeitig eine Datenbankfunktion zur Verwaltung der digitalen Bibliothek mitbringt. Die Installation von Calibre ist ab einer gewissen Bibliotheksgröße fast unumgänglich.

Das eBook und seine Tücken. Vor- und Nachteile des digitalen Buches.

1. DRM
Derzeitig werden viele eBooks mit DRM (Digital Rights Management) angeboten. Beim Kauf ist oft nicht ersichtlich ob es sich um DRM geschützte oder DRM freies Bucher handelt. DRM geschützte Bücher können oft nicht in andere Formate umgewandelt werden und können beim Kauf eines neuen Readers Probleme beim Transfer verursachen. Besonders Anfänger kann das DRM System bei freien Readern zunächst einige Probleme bereiten. Immer mehr Verlage und Anbieter beginnen jedoch bereits über die Abschaffung des DRM Schutzes nachzudenken, einige haben dieses System bereits abgeschafft.

2. Sind eBooks billiger?
Aktuelle deutsche eBooks sind kaum billiger als die gedruckte Ausgabe, können aber nicht verschenkt oder vertauscht werden. Bei englischen Büchern, die nicht der Buchpreisbindung unterliegen sind eBooks teilweise sehr günstig zu bekommen. Klassiker jedoch, deren Copyright abgelaufen ist können bei den diversen Gutenbergprojekten und auch bei den kommerziellen Anbietern kostenlos heruntergeladen werden. Wer sich für klassische Literatur interessiert, wer Mark Twain, Alexandre Dumas, Conan Doyle und CO zu seinen Lieblingsautoren zählt, dem steht die Welt der klassischen Literatur mit einem eBook Reader kostenlos zur Verfügung. Lesestoff für mehrere Leben.

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